Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V.

Was ist der ÄARG?

Der "Ärztliche Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V." und dessen Förderverein "Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V." sind gemeinnützige Vereine, in denen sich Ärztinnen und Ärzte und andere verantwortungsbewusste Personen in Anbetracht der erheblichen Gesundheitsgefahren durch das Rauchen und das Passivrauchen ehrenamtlich engagieren. Die beiden Vereine sind frei von politischen, religiösen und ideologischen Bindungen. Sie verfolgen die gleichen Ziele. Sie werden deshalb vom gleichen Vorstand vertreten.

Was sind die Ziele der Arbeitskreise?

  • Vorbeugung und Bekämpfung der Gesundheitsgefahren durch Rauchen und Passivrauchen
  • Aufklärung und Beratung, vor allem zum Schutz von Kindern und Jugendlichen
  • Koordinierung aller Bemühungen zur Verhinderung von Gesundheitsschäden durch Rauchen und Passivrauchen
  • Beratung der Politik in allen Fragen, die Schäden und Nachteile des Rauchens und des Passivrauchens betreffen
  • Hilfe für entwöhnungswillige Raucher
  • Einflussnahme auf die politische und öffentliche Meinungsbildung, um die Belästigung und gesundheitlichen Gefahren des Rauchens und des Passivrauchens zu verdeutlichen
  • Die genannten Ziele werden hauptsächlich verwirklicht durch Mitarbeit in nationalen und internationalen Gremien der Gesundheitspolitik, durch Medienarbeit, Informationsveranstaltungen, Erstellen von Material zur Aufklärung über Schäden des Rauchens und Passivrauchens
  • Verringerung des Tabakkonsums
  • Mitarbeit bei der Umsetzung der "Handlungsempfehlungen für eine wirksame Tabakkontrollpolitik in Deutschland" des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (s. www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/)

Was fordert der ÄARG?

Umfassender Gesundheitsschutz für Nichtraucher und Raucher. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind vor den Einwirkungen und Folgen des nicht nur belästigenden, sondern gesundheitsschädlichen Tabakrauchs zu schützen. Dies beinhaltet u.a.:

  • umfassender Nichtraucherschutz an allen Arbeitsplätzen, an denen sich Nichtraucher aufhalten
  • rauchfreie öffentliche Gebäude, insbesondere Krankenhäuser, Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen, Behörden mit Publikumsverkehr
  • rauchfreie öffentliche Verkehrsmittel und Rauchverbot an Haltestellen aller öffentlichen Verkehrmittel
  • Verbesserung des Kinder- und Jugendschutzes, u.a. Verbot des Rauchens von Erwachsenen in der Nähe von Kindern und Jugendlichen, vor allem in Innenräumen
  • Heraufsetzung des Alters für den erlaubten Rauchbeginn von 16 auf 18 Jahre, Abschaffung von Zigarettenautomaten, Verhinderung des Zugriffs auf Zigarettenautomaten durch Kinder und Jugendliche
  • Gesundheitsunterricht in Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen mit dem Ziel, das Rauchen zu verhindern bzw. Kinder und Jugendliche vom Nichtrauchen zu überzeugen
  • Verbot des Rauchens in Restaurants, Gaststätten, Cafés, Eisdielen etc., falls dort kein wirksamer Nichtraucherschutz bzw. eine strikte Trennung von Nichtrauchern und Rauchern z.B. durch rauchdichte Abtrennung vorhanden ist
  • rauchfreie Freizeiteinrichtungen, Kultur- und Sportstätten
  • drastische Erhöhung der Preise für Tabakwaren
  • zweckgebundene Förderung aus der Tabaksteuer für Vorsorgemaßnahmen und Aufklärung über das Rauchen und das Passivrauchen
  • umfassendes Verbot der Tabakwerbung und des direkten und indirekten Sponserings durch die Tabakwarenindustrie
  • Verbot von Spenden und finanziellen Zuwendungen der Tabakwarenindustrie an Politiker, politische Parteien sowie deren Firmen und Vereinigungen
  • Verbot der Subventionierung des Tabakanbaus in Deutschland und in der EU
  • rauchfreie Medien (Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften etc.), das heißt keine Tabakwarenreklame, keine sichtbaren Tabakprodukte- und Markennamen inkl. Zigarettenschachteln und vor allem keine rauchenden Personen in Filmen, Sendungen und Beiträgen, auch in den Printmedien jeder Art.